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MFA fordern digitale Entlastung: Was der Digital Health Report 2026 zeigt

Der Digital Health Report 2026 auf zm-online.de offenbart eine klare Botschaft: Patienten, MFA und Aerzte wollen mehr Digitalisierung. Wir ordnen die Ergebnisse ein.

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MFA fordern digitale Entlastung: Was der Digital Health Report 2026 zeigt

MFA fordern digitale Entlastung: Was der Digital Health Report 2026 fuer Praxen bedeutet

Der Doctolib Digital Health Report 2026, vorgestellt auf zm-online.de, liefert eine unmissverstaendliche Botschaft: Alle drei Saeulen des Praxisbetriebs – Patienten, MFA und Aerzte – sind sich einig, dass die Digitalisierung schneller voranschreiten muss. Wir ordnen die wichtigsten Ergebnisse ein und leiten konkrete Handlungsempfehlungen ab.

Primaerquelle: zm-online.de – Digital Health Report 2026: So erleben Aerzte, MFA und Patienten die Digitalisierung (01/2026)

Die drei Kernthesen des Reports

  1. 70 % der Patienten finden, die Digitalisierung im Gesundheitswesen geht zu langsam.
  2. Ein Drittel der MFA sieht in der Digitalisierung die Loesung fuer zentrale Praxisprobleme wie Terminbuchung, Dokumentation und Abrechnung.
  3. Fast zwei Drittel der Aerzte halten Kuenstliche Intelligenz fuer unverzichtbar zur Verbesserung der Versorgungsqualitaet.

Unsere Einordnung: Volle Bestaetigung

Diese Zahlen bestaetigen, was wir in der Praxis taeglich beobachten. Besonders bemerkenswert ist die Position der Medizinischen Fachangestellten. In der oeffentlichen Debatte wird Digitalisierung haeufig als Top-Down-Entscheidung der Praxisleitung dargestellt. Der Report zeigt das Gegenteil: MFA selbst fordern digitale Werkzeuge, weil sie die Belastung am staerksten spueren.

Die Diskrepanz zwischen Patientenerwartung und Praxisrealitaet ist alarmierend. Wenn 70 Prozent der Patienten die Digitalisierung als zu langsam empfinden, ist das ein klares Signal: Praxen, die digital zurueckbleiben, riskieren Patientenabwanderung an modernere Anbieter.

Wo die groessten Entlastungspotenziale liegen

Terminmanagement

Die telefonische Terminvergabe bindet MFA-Kapazitaet wie kaum eine andere Taetigkeit. Eine einzige Terminbuchung am Telefon dauert durchschnittlich 3 bis 5 Minuten – inklusive Wartezeiten, Rueckfragen und PVS-Eingabe. Online-Buchungssysteme reduzieren diesen Aufwand auf null Minuten MFA-Zeit pro digitalem Termin.

Dokumentation und Formulare

Digitales Formularmanagement ersetzt handschriftliche Anamneseboegen, Einwilligungserklaerungen und Befundboegen. Patienten fuellen Formulare vorab digital aus – die Daten fliessen direkt ins PVS. Das spart pro Patient 5 bis 10 Minuten Erfassungszeit.

Abrechnung und Verwaltung

KI-gestuetzte Abrechnungssysteme pruefen automatisch auf Plausibilitaet, fehlende Ziffern und Optimierungspotenziale. Das reduziert Rueckfragen der KV und steigert den Umsatz durch korrekte Abrechnung.

Praxistipps: Digitalisierung mit dem MFA-Team umsetzen

1. MFA als Digitalisierungs-Champions einbinden

Beziehen Sie Ihr MFA-Team von Anfang an in die Auswahl digitaler Tools ein. Wer taeglich mit den Systemen arbeitet, weiss am besten, wo die groessten Schmerzpunkte liegen. Bilden Sie eine „Digital-MFA“ als Ansprechpartnerin aus.

2. Schrittweise einfuehren statt Big Bang

Beginnen Sie mit einem Prozess – idealerweise der Online-Terminbuchung – und fuegen Sie nach erfolgreicher Implementierung weitere Module hinzu. Ueberfordern Sie weder Team noch Patienten mit zu vielen Aenderungen gleichzeitig.

3. Erfolge messen und kommunizieren

Tracken Sie konkrete Kennzahlen: Telefonanrufe pro Tag, durchschnittliche Wartezeit, MFA-Ueberstunden. Teilen Sie positive Entwicklungen mit dem Team. Sichtbare Erfolge motivieren zur Weiterentwicklung.

4. Patienten mitnehmen

Nicht jeder Patient ist digital affin. Bieten Sie Hybridloesungen an: Online-Buchung fuer Technikaffine, Telefon fuer Aeltere. Schulen Sie Ihr Team, Patienten freundlich auf digitale Angebote hinzuweisen, ohne Druck auszuueben.

KI in der Praxis: Kein Hype, sondern Realitaet

Dass fast zwei Drittel der Aerzte KI fuer unverzichtbar halten, markiert einen Wendepunkt. Konkrete Einsatzfelder umfassen Spracherkennung fuer Befunddiktate, automatisierte Terminpriorisierung, intelligente Anamnese-Vorauswertung und Abrechnungsoptimierung. Wichtig: KI ersetzt keine medizinische Entscheidung, sondern entlastet bei administrativen Routinetaetigkeiten.

Fazit: Die Basis will Digitalisierung – Praxen muessen liefern

Der Digital Health Report 2026 raeumt mit dem Vorurteil auf, dass Digitalisierung den Praxen aufgezwungen wird. MFA, Aerzte und Patienten fordern sie gleichermassen. Praxen, die jetzt investieren, gewinnen dreifach: zufriedenere Mitarbeiter, loyalere Patienten und effizientere Ablaeufe.

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Quellenbox
Primaerquelle: Redaktion zm-online, „Digital Health Report 2026: So erleben Aerzte, MFA und Patienten die Digitalisierung“, zm-online.de, Januar 2026.
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